Jugendarbeit und Schule

Das Themenfeld Jugendarbeit und Schule hat sich in den letzten Jahren zum wichtigen Arbeitsbereich im BDKJ entwickelt, da vielfältige bildungspolitische Entwicklungen und Veränderungen, so wie jugendsoziologische Erkenntnisse eine Weiterentwicklung dieses Themenbereichs fordern. Um sich als Jugendarbeit zukunftsorientiert und innovativ aufzustellen, führt kein Weg mehr an der Auseinandersetzung mit dem Thema Schule vorbei. Mittlerweile bestehen unterschiedliche Kooperationsprojekte und -formen, die stetig weiterentwickelt werden. Weitere Informationen zu Angebotsformaten der Diözese finden sich unter https://www.bdkj.info/fachstellen/jugendarbeit-schule/

Angebotsformate für Schulen im Dekanat

Tage der Orientierung

Tage der Orientierung (TdO) richten sich an SchülerInnen aller Schularten ab 14 Jahren.

Die SchülerInnen machen sich zweieinhalb Tage auf den Weg um außerhalb der Schule als Gruppe an einem selbstgewählten Thema zu arbeiten. In einem geschützten Rahmen wird den Klassenmitgliedern die Möglichkeit geboten über für sie wichtige Themen und aktuellen Fragestellungen, Probleme und Einstellungen zu diskutieren. Zeit für Selbstreflexion wird eingeräumt.  

Die Schüler werden von einem zwei - vierköpfigen Team durch die Tage begleitet. Pro Veranstaltung ist eine Lehrkraft von der Schule als Begleitperson zu stellen. Das Team und die Lehrkraft nehmen gemeinsam die Aufsichtspflicht war. Als außerschulischer Bildungsträger verfolgt die katholische Jugend(verbands)arbeit gemeinsam mit Schule u.a. das Ziel einer „ganzheitlichen Bildung“. Unsere Arbeit mit Jugendlichen orientiert sich an deren Lebenswelten. Es geht um Reflexion der Werte, Normen und Traditionen, die im Alltag der Jugendlichen existieren. Dabei wollen die TdO die SchülerInnen in ihrer Persönlichkeitsentwicklung durch eine Lernkultur der Potenzialentfaltung unterstützen und begleiten. Eine positive Einstellung sowie Vertrauen zu sich selbst und zum Leben wird vermittelt. Positive Verstärkung, nicht Hinweisen auf Schwächen und Fehler sind eines unsere Handlungsprinzipien. Für die inhaltliche Gestaltung der Tage gilt, dass die SchülerInnen mit ihren Themen und Wünschen, den Inhalt mitbestimmen können. Ihre Anliegen für die TdO werden bei einem Klassenbesuch ca. vier Wochen vorher mit den SchülerInnen erarbeitet.

 Themen können unter anderem sein:

  • Wer bin ich eigentlich? 
  • Jetzt geht´s los? Wo geht’s lang?
  • Freundschaft, Liebe, Partnerschaft
  • Klasse Gemeinschaft - Unsere Klassengemeinschaft
  • oder 

 

Der Anspruch, sich persönlich ansprechen und –fragen zu lassen, setzt eine freiwillige Entscheidung und Teilnahme voraus, da das Angebot von der Offenheit und der persönlichen Beteiligung lebt. Mitbestimmung ist ein Gestaltungsprinzip, das von Beginn an wichtig ist, beispielsweise bei der gemeinsamen Klärung des Themas oder auch bei der Erstellung von Umgangsregeln.

 

Finanzierung:

TdO finanzieren sich über Teilnahme-Beiträge, Zuschüssen von Kirchengemeinden/Dekanaten/Dekanatsverbänden, Zuschüssen aus dem Landesjugendplan/Kirchlichen Jugendplan.

 

Rechtliche Voraussetzungen Rechtliche Grundlage für die TdO ist die Anlage zu § 4 Absatz 2 Nr. 1 und 2 der Schulbesuchsverordnung des Landes Baden-Württemberg. TdO werden darüber hinaus ausdrücklich als Kooperationsfeld in dem vom Kultusministerium Baden-Württemberg herausgegebenen "Leitfaden zur Kooperation von Jugendarbeit und Schule" genannt. Die Schüler sind während der Zeit über die Schule versichert, da es sich um eine Schulveranstaltung dreht. Lehrkräfte können für die Teilnahme oder auch für die Mitwirkung an TdO von ihrer Schulleitung freigestellt werden.

 

 

Orientierungstage

Orientierungstage richten sich an SchülerInnen aller Schularten ab Klasse 5.

Die SchülerInnen arbeiten an einem Tag zu einem Thema. In einem geschützten Rahmen wird den Klassenmitgliedern die Möglichkeit geboten über für sie wichtige Themen und aktuellen Fragestellungen, Probleme und Einstellungen zu diskutieren. Die Schüler werden von einem gut geschulten zwei-vierköpfigen Team durch den Tage begleitet. Pro Veranstaltung ist eine Lehrkraft von der Schule als Begleitperson zu stellen. Das Team und die Lehrkraft nehmen gemeinsam die Aufsichtspflicht war. Als außerschulischer Bildungsträger verfolgt die katholische Jugend(verbands)arbeit gemeinsam mit Schule u.a. das Ziel einer „ganzheitlichen Bildung“. Unsere Arbeit mit Jugendlichen orientiert sich an deren Lebenswelten. Es geht um Reflexion der Werte, Normen und Traditionen, die im Alltag der Jugendlichen existieren. Dabei wollen die Orientierungstage die SchülerInnen in ihrer Persönlichkeitsentwicklung durch eine Lernkultur der Potenzialentfaltung unterstützen und begleiten. Eine positive Einstellung sowie Vertrauen zu sich selbst und zum Leben wird vermittelt. Positive Verstärkung, nicht Hinweisen auf Schwächen und Fehler sind eines unsere Handlungsprinzipien.

 Themen können unter anderem sein:

  • Wer bin ich eigentlich?
  •  Jetzt geht´s los? Wo geht’s lang?
  • Freundschaft, Liebe, Partnerschaft
  • Klasse Gemeinschaft - Unsere Klassengemeinschaft
  • oder

Mit kreativen, meditativen, erlebnispädagogischen und spielerischen Übungen werden verschiedene Denkanstöße und Zugänge zu einem Thema und zur eigenen Person ermöglicht. Der Anspruch, sich persönlich ansprechen und –fragen zu lassen, setzt eine freiwillige Entscheidung und Teilnahme voraus, da das Angebot von der Offenheit und der persönlichen Beteiligung lebt. Orientierungstage lassen sich gut innerhalb einer Themenwoche einbinden.

 

Finanzierung: Orientierungstage finanzieren sich über Zuschüssen von Kirchengemeinden/Dekanaten/Dekanatsverbänden, Zuschüssen aus dem Landesjugendplan/Kirchlichen Jugendplan, Unterstützung aus dem Elternverein der Schule oder eventuell geringe Teilnahme-Beiträge.

j-SMP

Das junior-Schülermentorenprogramm (j-SMP)

Neben dem SMP für SchülerInnen ab 15 Jahren wurde für die Jüngeren ein junior-Schülermentoren-Programm (j-SMP) entwickelt. Es wendet sich an Jugendliche ab 13 Jahren und setzt in der Regel in den Klassen 7 aller Schularten an. Es eignet sich für das „Themenorientierte Projekt Soziales Engagement“ (TOP SE) in der Realschule.

Zielsetzung: Die SchülerInnen lernen soziale Verantwortung zu übernehmen und erwerben soziale Kompetenzen. Im Vorbereiten und Durchführen verschiedener Projekte und Aktionen erleben sich die Jugendlichen in der Verantwortung für eine Gruppe. Sie lernen sich in einer neuer Rolle kennen und können ihr Selbstbewusstsein stärken. Für die Jugendlichen wird somit katholische Jugend(verbands)arbeit erlebbar. Die SchülerInnen erlernen eine Vielzahl an Methoden und pädagogischen Grundlagen für die Arbeit mit Gruppen. SchülerInnen erfahren den Mehrwert von Lernen von und mit Gleichaltrigen. Schulisches Lernen wird bereichert und ergänzt. Neue Angebote zeigen auf, dass es sich lohnt von- und miteinander im Alltag zu lernen. Bei regelmäßigen Angeboten an der Schule wird der Charakter verbandlicher/gemeindlicher Arbeit und Schule verknüpft. Die TeilnehmerInnen erfahren, wofür katholische Jugendverbände stehen und sind motiviert projektartig Angebote aus diesem Kontext mitzugestalten. Es entstehen neue Bildungspartnerschaften und -kooperationen.

 

 ..auf dem Weg zum/r junior- SchülermentorIn

 Das junior-Schülermentorenprogramm besteht grundsätzlich aus drei Elementen

  • ein 2,5tägiges Seminar mit Übernachtung mit mind. 15 Stunden Theorie
  • die Praxisphase an der Schule und/oder Schnupperpraktikum in der katholischen Jugend(verbands)arbeit mit mind. 15 Stunden Praxis
  • am Ende erhalten die TeilnehmerInnen ein Zertifikat

Diese drei Elemente sind verbindlich festgelegt und dienen als Grundlage jedes j-SMP. Wie aber ein jSMP vor Ort aussieht und welche inhaltlichen Bestandteile es genau hat, wird individuell zwischen Schulleitung und kath. Jugendarbeit in einem Kooperationsvertrag festgelegt. Mögliche zusätzliche Bausteine sind ein Praxistag, Reflektionstreffen oder Schnupperpraktika in der katholischen Jugendarbeit.